Die Gründung des KSV1870 aus dem Gedanken der Solidarität

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Der KSV1870 ist über die Jahrzehnte zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsplattformen Österreichs geworden.

Ricardo-José Vybiral

CEO der KSV1870 Holding AG

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Die Gründung des KSV1870 aus dem Gedanken der Solidarität.

Ricardo-José Vybiral

CEO der KSV1870 Holding AG
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Im Jänner 1870 eröffnete eine Institution, die Wien eine Reputation als Weltmetropole sichern würde und bis heute eines der Aushängeschilder der Kulturnation Österreich ist: das Musikvereinsgebäude. Geplant vom damaligen Stararchitekten Wiens Theophil Hansen, ging sein Trägerverein auf eine Gesellschaft adeliger Frauen zurück, die 1812 ein Wohltätigkeitskonzert veranstaltet hatten, dessen enormer Erfolg zur Gründung des Musikvereins führen sollte. Am Beginn des Musikvereins stand also eine Aktion zur „Beförderung des Guten und Nützlichen“, wie es damals hieß.

Wien wird Weltmetropole

Wien hatte um 1870 bereits 900.000 Einwohner. Siebzig Jahre zuvor waren es noch 270.000 gewesen – die Stadt entwickelte sich im Eilschritt zur Millionenmetropole. Einer der Gründe dafür war die Landreform von 1848, die eine sogenannte „Grundentlastung“ und damit einen Kapitalschub für die Wirtschaftsentwicklung brachte. Es begann ein durch Kredite und Beteiligungen angetriebener Boom, der u. a. auch zur „Concursordnung“ von 1868 (bis 1914 gültig) führte. Politisch etablierte sich die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn mit eigenen Parlamenten in Wien und Budapest. Nun war es nicht mehr die Epoche wohltätiger Adeliger, sondern eines immer selbstbewusster auftretenden Bürgertums, das sich in allen Belangen des Staates, besonders aber des Wirtschaftslebens als führend empfand. Zum Ausdruck war das bereits in der Mode des Biedermeier gekommen, als sich selbst der Kaiser und sein Hofstaat in bürgerlicher Kleidung sehen ließen. Nach der Revolution von 1848 sollte der Hochadel dann allerdings vor allem in Uniform auftreten.

Der Beginn des Gläubigerschutzes

Das Bewusstsein von einer berechtigten Partizipation des Bürgertums konnte sich auch im wirtschaftlichen Bereich durchsetzen. Man begann sich „solidarisch“ zu fühlen – gerade auch bei einer Situation, die jeder Wirtschaftstreibende zu vermeiden trachtet: der Insolvenz. Die trifft Gläubiger hart, besonders dann, wenn sie selbst in einem gerichtsdominierten Insolvenzverfahren keine Mitsprache haben. Die Idee der Solidarität unter Gläubigern sollte dazu führen, ihnen im Verfahren, der „Tagfahrt“, demokratische Mitwirkungsrechte zuzugestehen. Tatsächlich gelang es ihnen, sich bei Gericht mehr Mitsprache zu verschaffen. Wenn etwa der vom Gericht eingesetzte Masseverwalter nach der ersten Tagfahrt den Gläubigern nicht passte, konnten sie ihn abwählen und durch einen eigenen ersetzen. Außerdem wurde bei der ersten Tagfahrt ein Gläubigerausschuss gewählt, der das Verfahren begleitete. Die Solidaritätsidee unter Wirtschaftstreibenden, die eben auch hin und wieder Gläubiger wurden, hatte eine erste Form der Partizipation ermöglicht. Nun konnte ein wesentlicher weiterer Schritt erfolgen.

Der Geburtstag des KSV1870

Der Wiener Rechtsanwalt Johann Exle kannte als Insolvenzverwalter die Problematik der Verfahren ganz unmittelbar. Daher schlug er die Gründung eines „Creditorenvereins zum Schutze der Forderungen bei Insolvenzen“, also zur Wahrung der Interessen der Lieferanten, mit Sitz in Wien vor. Drei Monate, nachdem Johann Strauß bei seinem ersten Ball im Musikverein den Walzer „Freuet euch des Lebens“ dirigiert hatte, wurde am 10. April 1870 die konstituierende Sitzung des Creditorenvereins abgehalten. Zum Präsidenten wählten seine Mitglieder Heinrich Kloger, zu seinem Vize Carl Hoffmann. Diesem ersten Verein seiner Art in Europa gehörten rund vierzig Gründungsmitglieder an, allesamt Textilfabrikanten oder -händler. Als Nächstes stießen metallverarbeitende Betriebe und Lebensmittelproduzenten dazu. Die Grundidee: Durch Solidarität das Los von Gläubigern zu verbessern und damit dem gesamten Wirtschaftsleben mehr Sicherheit und Berechenbarkeit zu verleihen. Das war im Boom der ersten Gründerzeit zwischen 1867 und 1873, als über tausend Aktiengesellschaften an die Börse kamen, von höchster Dringlichkeit. In solchen Zeiten „hat jeder Kredit“ – es wurde oft unkontrolliert Geld aufgenommen, das dann nicht mehr zurückgezahlt werden konnte, besonders nach dem Schwarzen Freitag am 9. Mai 1873, dem Börsensturz.

Die ersten Leistungen des KSV1870

Solidarität, wie sie der Creditorenverein zu Anfang verstand, hieß zunächst einmal, die Mitglieder möglichst gut zu informieren. Seine Tätigkeit konzentrierte sich auf Informationsbeschaffung und -verbreitung. Die Aufträge der Mitglieder wurden gebündelt und über Anwaltsbüros am Sitz des jeweiligen Konkursgerichtes angemeldet. An den Verhandlungen (Tagfahrten) selbst nahmen Anwälte mit einer Vollmacht der Mitglieder des Creditorenvereins teil, um Gläubigerrechte wahrzunehmen. Es sollte noch bis 1959 dauern, bis die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KSV1870 diese Tätigkeit selbst für ihre Kunden und Mitglieder übernehmen durften. Durch eine stetige Weiterentwicklung des Vereins und seinen Services ist der KSV1870 zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsplattformen Österreichs geworden. 1870 war mit der Gründung des Creditorenvereins also das Fundament gelegt, auf dem in den nächsten 150 Jahren die Meilensteine des KSV1870 gesetzt werden konnten.

Brief an die K.K. Statthalterei von 1870

„Erfahrungen trauriger Natur, welche die kaufmännische Welt (…) die Solidaritaet der beteiligten Gläubiger mangelt, deren Geltendmachung jede der Gesammtgläubigerschaft nachteilige Action (…) einzelner selbstsüchtiger Gläubiger hintanhalten müßte. Diese Solidaritaet der Interessen zum Ausdrucke zu bringen, ein (…) geschlossenes Vorgehen der (…) betheiligten Gläubiger herbeizuführen (…) - diese Zwecke zu realisiren, fanden sich die gefertigten Kaufleute und Fabrikanten veranlaßt, einen Verein zu gründen (…) daß (…) nur gemeinnüzige Zwecke zum Ziele gemacht, und daß er lediglich durch moralische Kraft die Wahrung der Interessen seiner Theilnehmer und in weiterer Folge die Kräftigung des oester: ungarischen Creditwesens im Auge hat.“
Der dem Brief angehängte Statutenentwurf trägt das Siegel von Dr. Johann Exle. Das ist jener Rechtsanwalt, der die Idee hatte, einen Creditorenverein zu gründen.

Original Vereinsurkunde aus 1870

1. Vorsitzender und
1. Präsident

Unter dem Vorsitz von Adam Hafenrichter fand am 10.04.1870 die konstituierende Sitzung des „Creditorenverein zum Schutze der Forderungen bei Insolvenzen“ statt.
Zum ersten Präsidenten des Vereins wird Heinrich Kloger gewählt.

Beginn der Kommunikations-Offensive: Der KSV1870 teilt Expertenwissen

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Eine der wichtigsten Ursprungsideen des KSV1870, Informationen und Expertise zu teilen, ist bis heute wirksam.

Sandra Kienesberger

KSV1870 Unternehmenskommunikation

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Beginn der Kommunikationsoffensive: Der KSV1870 teilt Expertenwissen.

Sandra Kienesberger

KSV1870 Unternehmenskommunikation
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Der Schwarze Freitag von 1873, auch als „Gründerkrach“ bezeichnet, stürzte die Wirtschaft der darauffolgenden Jahre in eine „Große Depression“. Die Gründerzeit steckte in einer Krise, die erst ab 1879 langsam überwunden werden konnte. Auf die Expertise des noch jungen „Creditorenverein zum Schutze der Forderungen bei Insolvenzen“, des späteren KSV1870, wollten dann viele Unternehmen nicht mehr verzichten. Er hatte sich nicht zuletzt aufgrund der professionellen Kommunikationsarbeit bereits einen Namen gemacht.

Wirtschaftsboom und Schwarzer Freitag

Vor dem Wiener Börsenkrach erlebte die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn einen Boom in Industrie und Handel, der noch durch die Aussicht auf eine Weltausstellung am 1. Mai 1873 in Wien angeheizt wurde. Die Immobilienpreise stiegen. Geld für Bauprojekte lukrierte man mit Pfandbriefen, die durch halbfertige oder gar nur geplante Gebäude besichert waren. Die Kurse an der Wiener Börse stiegen rasant. Man konnte Aktien erwerben, indem man nur eine Teilsumme, eine „Margin“, hinterlegte. Etliche Unternehmen wurden an mehreren Börsen in Europa gehandelt, die neue Technologie der Telegrafie machte es möglich.

Als die Franko-Ungarische Bank am 5. Mai 1873 unvermutet die Nachzahlung von ausständigem Nominalkapital einforderte, geriet das Finanzsystem in Schieflage, um am Freitag, den 9. Mai, schließlich zu kollabieren. Die Insolvenzen erreichten an diesem Tag die bis dahin unvorstellbare Zahl von 120. Das Misstrauen in Aktien stieg, sehr viele Anleger verkauften und entzogen dem Finanzsystem das nötige Geld für Kredite – so weitete sich die Krise auf europäische und amerikanische Börsen aus. Am 19. September wurde zum ersten Mal in ihrer Geschichte die New Yorker Börse geschlossen. In Österreich-Ungarn gingen fast alle Banken und die Hälfte der im Jahr zuvor gegründeten Aktiengesellschaften unter.

Wichtig in wirtschaftlich turbulenten Zeiten: Information

Vor dem Hintergrund einer überhitzten Konjunktur und fragwürdiger Unternehmensgründungen war für Investoren wie Unternehmer vor allem eines wichtig: Informationen über die finanzielle Situation ihrer Geschäftspartner, um Zahlungsausfälle zu vermeiden. Und so hat der „Creditoren-Verein zum Schutze der Forderungen bei Insolvenzen“ die Vermittlung und Verbreitung von Wirtschaftsinformationen von Anfang an zu seiner Hauptaufgabe gemacht. Die Mitglieder gaben ihr Wissen über Unternehmen bzw. Geschäftspartner bekannt. Der Verein sammelte und bündelte diese Daten, um sie dann seinen Mitgliedern wieder zur Verfügung zu stellen.

Im Jahr 1875, in dem auch erstmals die Rohrpost in Wien in Betrieb ging, wurde zu diesem Zweck ein eigenes Medium gegründet: die „Wochenschrift des Creditorenvereins“. Ihre wichtigste Aufgabe war die Benachrichtigung der Mitglieder über die Eröffnung von Insolvenzverfahren. Darüber hinaus versorgte die Publikation sie mit Nachrichten über aktuelle wirtschaftliche und rechtliche Entwicklungen. Bis heute gibt es diese „Wöchentlichen Mitteilungen“ – seit 1999 als Newsletter, den heute knapp 30.000 Abonnenten erhalten.

Die Entwicklung einer umfassenden Informationsstrategie

Ab der Jahrhundertwende wurde die Vereinskommunikation ausgeweitet. Neben Buchbeiträgen waren die Festschriften von 1930, 1950, 1970, 1990 und 1995 ein wichtiges Informationsmedium. Ab den 1960er-Jahren kamen Vorträge, etwa über das Insolvenzrecht von Direktor Karl Ponweiser, hinzu. Unter Direktor Klaus Hierzenberger verstärkte sich in den späten Siebzigerjahren die Vortragstätigkeit. Nun referierte man bei Großveranstaltungen der Wirtschaft und auf Kongressen. Bei Messen und Veranstaltungen trat der nun als „KSV1870“ landesweit bekannte Gläubigerschutzverband ab 1995 auf, und auch in Schulen sind die Experten seit rund 15 Jahren gern gesehen. Das KSV1870 Fachwissen wird seit 1998 auch im Rahmen des Mitgliedermagazins „forum.ksv“ publiziert. Das Medium ging aus den „Mitteilungen extra“ hervor, die seit 1991 als Beilage der „Wöchentlichen Mitteilungen“ veröffentlicht wurden. Informiert wird heute über Gläubigerschutz und Risikomanagement, Wirtschaftstrends, neue Gesetze, innovative Tools, digitale Lösungen und die KSV1870 Services.

Seit 1978 teilt die Gläubigerschutzorganisation ihre Expertise mit einer breiten Öffentlichkeit. Mithilfe klassischer Medien- und Pressearbeit finden seither KSV1870 Analysen über wirtschaftliche und rechtliche Entwicklungen ihren Weg in die Massenmedien. Auf diese Weise schaffte der Verein den Sprung in die Wohnzimmer der Österreicherinnen und Österreicher, und die Marke wurde so auch Privatpersonen ein Begriff.

Die Gründungsidee in der digitalen Sphäre

Ab 1989 waren die Informationsservices des KSV1870 online verfügbar. Zunächst wurden die Mitglieder an den Verein angebunden, 1997 bot man ihnen als Pionier auf dem Gebiet eine Bonitätsprüfung via Internet. Als weiteres Onlineangebot steht den Mitgliedern seit 2003 zusätzlich das exklusive Portal „www.myksv.at“ zur Verfügung – bis heute rufen Mitglieder die KSV1870 Produkte und Dienstleistungen über dieses Tool ab. Der Gläubigerschutzverband setzte also bereits frühzeitig auf den Onlinevertrieb und nutzte digitale Kanäle stets intensiv, um seinen Mitgliedern und interessierten Usern Informationen schnell und direkt zukommen zu lassen. Die Website www.ksv.at wurde kons-tant ausgebaut und entwickelte sich zum Dreh- und Angelpunkt für Mitglieder, aber auch Interessierte, die nach volkswirtschaftlichen Analysen suchen – pro Jahr sind das etwa eine Million User. In der jüngeren Vergangenheit kamen zahlreiche digitale Kanäle hinzu. 2017 wurde ein WhatsApp-Ticker zur Veröffentlichung von Insolvenzen in Echtzeit aus der Taufe gehoben. Ende 2019 übernahm diese Aufgabe ein Push-Dienst. Durch Webinare konnten ab 2018 viele Teilnehmer gleichzeitig in ihren Büros adressiert werden. Gemeinsam mit dem KSVBLOG, der ebenfalls 2018 gelauncht wurde, weitete der KSV1870 seinen Informationsradius entscheidend aus. Die Nutzung sozialer Medien wie Twitter, LinkedIn, XING und YouTube sorgt für eine maximale Verbreitung hochwertiger und vor allem redaktionell aufbereiteter Inhalte.

Eine der wichtigsten Ursprungsideen des KSV1870, Informationen und Expertise zu teilen, ist also bis heute wirksam. Lediglich die dafür eingesetzten Kommunikationsmittel und Kanäle unterliegen dem Wandel der Zeit.

Wöchentliche Mitteilungen

Seit einem Vorstandsbeschluss von 1875 teilt der Creditorenverein sein Wissen u.a. in den Wöchentlichen Mitteilungen – bis heute.
In der Wochenschrift des Creditoren-Vereines werden die Mitglieder des Vereins wöchentlich über die Eröffnung von Insolvenzverfahren zeitnah informiert.

Aus der „Wochenschrift“ entstanden im Laufe der Zeit die „Wöchentlichen Mitteilungen“ – die seit über 20 Jahren als digitaler Newsletter erhältlich sind – und seit 1998 das Mitgliedermagazin „forum.ksv“.

Logoentwicklung

Neue Geschäftsfelder des KSV1870 heben ab

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Seit mehr als 100 Jahren vertrauen Unternehmen auf unsere Inkasso-Leistungen.

Walter Koch

Geschäftsführer KSV1870 Forderungsmanagement GmbH

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Neue Geschäftsfelder des KSV1870 heben ab.

Walter Koch

Geschäftsführer KSV1870 Forderungsmanagement GmbH
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1913 wird zum Jahr, dem Robert Musil seinen großen Roman über den Untergang der Doppelmonarchie widmen sollte, den „Mann ohne Eigenschaften“. Es ist eine Zeit mit viel zu vielen Eigenschaften, zu denen Rastlosigkeit, Wirtschaftsgeist, Technologieverliebtheit, Innovationskraft, Großideologien und ein Neuerungsdrang gehören, wie ihn die Welt bislang nicht gesehen hat.

Vom zivilen Erfindergeist zur Militärmaschinerie

Noch scheint alles irgendwie friedlich, wenn auch angespannt. Die auf wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete Entwicklung ermöglichte Menschen nie dagewesene Erfahrungen wie etwa das Fliegen. So startete am 13. Mai des Jahres die Russki Witjas, der „Russische Recke“ von Igor Iwanowitsch Sikorski, mit dem Entwickler als Piloten zum erfolgreichen Jungfernflug. Unzufrieden mit der Leistung des zweimotorigen Passagierflugzeugs, baute es Sikorski rasch auf vier Motoren um. Am 2. August 1913 flog es mit sieben Passagieren eine Stunde und 54 Minuten lang. Der „Recke“ brachte es auf 53 Flüge ohne Unfall, dann wurde aus seinen Teilen ein neues Flugzeug, die Ilja Muromez. Sie sollte der erste viermotorige Bomber der Welt werden. Ein Beispiel dafür, wohin die Welt nach 1913 ihre Richtung nahm. Ein Passagierflugzeug verwandelte sich in einen Bomber des Ersten Weltkriegs.

Suche nach Sicherheit in unruhigen Zeiten

In dieser überbordenden Zeit versuchten Wirtschaftstreibende, mehr Sicherheiten im Geschäftsleben einzuführen. Allen voran der Creditoren-Verein, dessen Aufgabe ja vor allem im Gläubigerschutz für seine Mitglieder bestand. 1913 kam es zur Wahl von Felix Pollack von Parnegg zum Präsidenten des Vereins. Zugleich wurde ein Direktorium eingeführt, dem der Jurist Hermann Oppenheim vorstand. Unter seiner Ägide kam es zur Verstärkung des Gläubigerschutzes, etwa durch die Einrichtung einer Inkassoabteilung zusammen mit einer Internationalen Rechtshilfeabteilung sowie einer Auskunftsabteilung. Außerdem entstanden Exposituren des Vereins in Prag, Brünn und Budapest.

Inkasso als Schutzmaßnahme für Gläubiger

Das Inkasso entsprang dem Gedanken, „Forderungen rechtzeitig in Schutz zu nehmen, bevor der Schuldner so weit abgewirtschaftet hat, dass er seinen Gläubigern nur noch eine Quote bieten kann“. Damals sah man in Schuldnern noch „mutmaßliche Rechtbrecher“. Heute könnte man die Inkassotätigkeit mit einem Bauern, der zu einem kranken Tier den Tierarzt holt, vergleichen. Das Inkasso sollte zunächst und dann lange Jahre hindurch ein reines B2B-Geschäft bleiben. Im „alten“ Creditoren-Verein sowieso, aber auch der später daraus hervorgegangene KSV1870 beschränkte seine Tätigkeit lange Zeit auf Geschäftskunden. Doch schließlich, genauer gesagt in den 1990er-Jahren, dehnte der Verein getreu seiner Devise, dass man stets am Puls der Zeit bleiben muss, seine Inkassotätigkeit auch auf Private aus. Der KSV1870 reagiert aus seinem Selbstverständnis heraus mit seinen Angeboten an die Mitglieder auf technische und gesellschaftliche Entwicklungen, welche die Wirtschaft und damit das Geschäft beeinflussen. Heute macht das Inkassogeschäft bei Privatkunden bereits 75 Prozent aus – 25 Prozent sind B2B.

Inkasso bringt Gläubigern Geld zurück

Auch wenn Inkasso alles andere als lustig ist, können die höflichen Formulierungen, die man beim KSV1870 in den 1950er-Jahren für säumige Zahler gefunden hat, einen heute zum Schmunzeln bringen, wenn es etwa heißt: „Es dürfte Ihrer gewohnten Aufmerksamkeit entgangen sein …“, oder „Ebenso höflich wie dringend …“, oder „Es befremdet uns …“. Das Verhalten säumiger Schuldner mag manchmal auch heute noch befremden, es kommen nun aber andere Worte zum Einsatz, um dem Ausdruck zu geben. Die wirtschaftliche Realität für die Mitglieder bleibt jedoch gleich: Sie bekommen durch die Inkassotätigkeit der KSV1870 Forderungsmanagement GmbH viel Geld zurück. Alleine 2019 49,6 Millionen Euro. Dabei gelang auch noch das Kunststück, in die seit 2017 gültigen Ausübungsregeln der Wirtschaftskammer die Kritik der Gegenseite, also vom Konsumentenschutz, aufgenommen zu haben.

Gründung Inkasso und Auskunftsabteilung

Mit der Wahl Felix Pollack von Parnegg zum Präsidenten wird der Verein neu organisiert. Erstmalig wird eine Direktion eingerichtet und eine Inkasso- sowie eine Auskunftsabteilung geschaffen.
Der Jurist Dr. Hermann Oppenheim wird 1913 zum ersten Direktor des Creditorenvereins bestellt.

Historische Inkassodokumente

Inkassofall von 1932
Inkassodokument von 1972

Firmenzentrale in der Zelinkagasse

Bereits 1890 zieht der Creditorenverein mit seinem Büro in die Zelinkagasse 10. An dieser Adresse wirkte er 115 Jahre im Sinne seiner Mitglieder.

Recht – Vorrecht – Bevorrechtung

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Die Verbände sorgen im Ergebnis für rasche, kostengünstige und erfolgreiche Verfahren.

Hans-Georg Kantner

Leiter KSV1870 Insolvenz

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Recht – Vorrecht – Bevorrechtung.

Hans-Georg Kantner

Leiter KSV1870 Insolvenz
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Bevorrechtung klingt irgendwie nach Bevorzugung, nach ungerechtfertigt besserer Behandlung und nach Marktbeschränkung. Was aber hat der KSV1870 damit zu tun? Das Jahr 1925 markiert auch für den Kreditschutzverband den Aufbruch in moderne Zeiten: Aus einem Verein von Kaufleuten wurde eine gesetzlich anerkannte und durch Bevorrechtung abgesicherte Institution, um die uns viele Länder beneiden. Die Geschichte dazu ist schnell erzählt.

Ein Gerichtsbrauch entsteht

Im Jahr 1870 wurde als weitgehend privatwirtschaftliche Initiative von Wiener Kaufleuten der „Creditorenverein zum Schutze der Forderungen bei Insolvenzen“ aus der Taufe gehoben. Und in nur wenigen Jahren mutierte er zum Vorreiter und Vorbild für eine Reihe von ähnlichen Organisationen. Die Präsenz des Creditorenvereins sicherte seinen Mitgliedern die Mitsprache in den Insolvenzverfahren, und seine Mitarbeiter sammelten Informationen und organisierten Gläubigersitzungen. Der Verein leistete Hintergrundarbeit, die schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Insolvenzverfahren der Monarchie unverzichtbar war. All das war jedoch eine Art „Privatangelegenheit“ der Mitglieder, mit deren Geld der Creditorenverein maßgebliche Prüfungsarbeit im Interesse der betroffenen Gläubiger erledigte. Allmählich erkannten allerdings die Gerichte, dass diese besonderen Leistungen einen erheblichen Vorteil für das Verfahren und damit für alle Gläubiger brachten: Ein weitgehend von Juristen begleitetes Verfahren benötigte Wirtschaftswissen und die Erfahrung der Verkehrskreise. Nicht zuletzt waren es ja auch Forderungen von Kaufleuten, die da beglichen werden mussten. So gingen manche Richter dazu über, Creditorenvereinen Kostenersatz zuzusprechen für Leistungen, die im allgemeinen Interesse und zum Vorteil aller Gläubiger erbracht wurden. Auch das Gericht erblickte für sich selbst in dieser Arbeit eine wesentliche Unterstützung. So entstand die Praxis der Kostenzusprüche: Die Verbände erhielten einen Aufwandsersatz aus der Masse oder zu Lasten des Unternehmens, das einen Ausgleich mit den Gläubigern erfolgreich ausgehandelt hatte. Nicht selten wären Ausgleiche ganz einfach daran gescheitert, dass nach damals (und bis 1994) geltendem Recht abwesende Gläubiger als Gegenstimme gewertet wurden. Es war also auch für die Schuldner wichtig, dass viele ihrer Gläubiger zur Abstimmung kamen, und sie akzeptierten gern, dass dies auch etwas kostete.

Die gesetzliche Regelung kommt

Dieser Kostenersatz war aber gesetzlich nicht geregelt – genau genommen stand er sogar in klarem Widerspruch zur Bestimmung in der Konkursordnung, die Kosten des Gläubigers für die Teilnahme am Verfahren ausschließt (heute § 58 IO). Aber im Jahr 1925 war es so weit, dass der Gesetzgeber (mit BGBl 87/1925 vom 20. 2. 1925) im Einklang mit dem Gerichtsbrauch eine Ausnahme für Gläubigerschutzverbände statuierte. Und damit nicht jeder Gläubiger quasi „seinen eigenen Verband“ gründete, wurde das Institut der Bevorrechtung geschaffen. Ursprünglich erfolgte diese in Bescheidform durch den Bundeskanzler („Kundmachung“ des heute weitgehend unbekannten Bundeskanzlers Rudolf Ramek), heute erteilt sie der Justizminister in Form einer Verordnung. Jedenfalls musste ein Verband schon länger etabliert sein, um diese Bevorrechtung zu erhalten.

Der organisierte Gläubigerschutz

So wurde 1925 der zweite Grundstein für eine Institution gelegt, die gemeinhin als „organisierter Gläubigerschutz“ bezeichnet wird und um den die Insolvenzwelt fremder Länder uns beneidet. Denn dieses Institut gestattet den bevorrechteten Verbänden, jedes Verfahren zu begleiten und zu betreuen, auch ohne Rücksicht auf die Rentabilität im Einzelfall. Es trägt zu einer hohen Sanierungskultur in Österreich und zu einer gut abgestimmten Gesetzgebung bei, die auch auf die Bedürfnisse der Praxis ausreichend Rücksicht nimmt. Die Verbände sorgen im Ergebnis für rasche, kostengünstige, erfolgreiche und nicht wirklich schuldnerfeindliche Verfahren. Immerhin gelingt es etwa einem Drittel aller Unternehmen, sich aus dem Insolvenzverfahren heraus zu sanieren. Das ist eine Erfolgsquote, die es in keinem anderen Land auch nur annähernd gibt. Überdies sind viele Missstände, von denen aus anderen Ländern nicht selten berichtet wird, in Österreich vollkommen unbekannt: Seien es Veruntreuungen durch Insolvenzverwalter in großem Stil, Sonderbarkeiten bei der Bestellung von Verwaltern oder bei deren Entlohnung. Österreich darf sich – zumindest in Bezug auf Insolvenzverfahren und Gläubigerbeteiligung – zu Recht als Insel der Seligen fühlen.

Heute geltendes System der Belohnung der Verbände

Zu Beginn stand der Ersatz der aufgewendeten Kosten im freien Ermessen des Insolvenzgerichts. Schon Anfang 1926 gab es eine Rekursentscheidung des OLG Graz, in dem ausnahmsweise ein Ersatz im Umfang von sogar 1,5 % des erforderlichen Betrags zur Ausgleichserfüllung für rechtmäßig erkannt wurde. Später war ein Viertel des Honorars des Ausgleichsverwalters für alle Verbände der Brauch, was zu ähnlichen Ergebnissen führte. Seit 1999 sind diese Ansprüche detailliert in der Insolvenzordnung geregelt: Gläubigerschutzverbände erhalten einen Prozentanteil des Honorars des Insolvenzverwalters (gestaffelt nach Ausgang des Verfahrens) und teilen sich diesen Betrag untereinander nach einer Formel auf, die jedem einen Sockelanteil und einen Teil nach Maßgabe der Anzahl der vertretenen Gläubiger zuweist. Auf diese Weise bekommt der Kleine verhältnismäßig mehr als der Große und alle bemühen sich um möglichst viele Mandate, was letztlich auch für die Mitwirkung im Verfahren von eminenter Bedeutung ist. Die beiden im Jahr 1925 (Kdm 10. 3. 1925 BGBl 93/1925) und knapp danach bevorrechteten weiteren drei, also insgesamt fünf Gläubigerschutzverbände mussten schon wenige Jahre später im Zuge der Wirtschaftskrise ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Nach 1945 waren es dann im Ergebnis nur mehr zwei Verbände, die die erforderliche Aufbauarbeit leisteten und seither kontinuierlich in Insolvenzverfahren tätig sind. Aber das ist schon die nächste Geschichte.

Bevorrechtung

Im Jahr 1925 wird dem Creditoren-Verein von 1870 als erstem Verband das Recht der Kostenanforderung per Verordnung erteilt.
Information des Bundeskanzleramtes an den Creditoren-Verein von 1870 über die Erteilung des Vorrechts.

Die Einführung der Privatkredite

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Die KonsumentenKreditEvidenz schützt Kreditgeber ebenso wie Kreditnehmer vor Überschuldung.

Gerhard Wagner

Geschäftsführer KSV1870 Information GmbH

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Die Einführung von Privatkrediten.

Gerhard Wagner

Geschäftsführer KSV1870 Information GmbH
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Im Februar 1964 landeten die Beatles auf dem Flughafen von New York (heute John F. Kennedy International Airport), wo sie von rund 5.000 Fans und 200 Journalisten empfangen wurden. Einer fragte John Lennon: „Will you sing something?“ Worauf Lennon antwortete: „No, we need money first.“ War das eine Anspielung darauf, was am 16. März des Jahres mit 1,7 Millionen Vorbestellungen zur Nummer eins verschiedener Hitlisten werden sollte, auf die Single „Can’t Buy Me Love“? Einen Monat später, am 5.  April, führte das Lied die Single-Hitparade in den USA an – auch die nächsten vier Plätze darauf belegten Beatles-Songs. Es war der Höhepunkt ihrer internationalen Karriere. Mittlerweile soll die „größte Band der Welt“ laut ihrer Plattenfirma über eine Milliarde Tonträger verkauft haben.

Der Wunsch nach eigenem Geld: Privatkredite

Die Beatles waren das Symbol einer neuen Ära. Die Wirtschaftswunderjahre nach dem Zweiten Weltkrieg hatten eine neue Generation an Menschen hervorgebracht. Mit der einsetzenden Konjunktur begannen auch ihre Ansprüche zu wachsen. Im Bereich der Wirtschaft zeigte sich das u. a. in einem Mitgliederrekord des KSV1870 von 5.000 Vereinsmitgliedern. Unter den Privatpersonen stieg der Wunsch, sich selbst auch etwas leisten zu können. Dem wollten die heimischen Großbanken entgegenkommen, indem sie zum ersten Mal Privat-Klein-Kredite (P.K.K.), auch „Jedermann-Kredite“ genannt, an Konsumenten vergaben. Ihre Vorbilder dabei waren Banken in Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern, die damit erfolgreiche neue Geschäftsfelder eröffnet hatten.

Die Einführung des Klein-Kredit-Katasters

Die Banken sahen sich allerdings vor einem Problem. Für Bonitätsprüfungen von Unternehmen gab es den KSV1870. Woher aber sollten die Daten über die Bonität von Privatkunden kommen? Natürlich von jener Institution, die auch bisher schon in Fragen der Bonität die Anlaufstelle Nummer eins gewesen war: Um das Risiko von Zahlungsausfällen bei unbesicherten Krediten im Griff zu haben, übertrugen die Banken die zentrale Evidenzhaltung von Privatkunden dem KSV1870. Schließlich hatte er den Ruf von „Sicherheit mit Tradition“. Der Verband Österreichischer Banken und Bankiers schloss mit dem Verein einen Vertrag, in dem sich dieser verpflichtete, alle ihm gemeldeten P.K.K. in einem eigenen Klein-Kredit-Kataster anzulegen und auf Wunsch von Banken darüber Auskunft zu geben. Solidarisches Einmelden ermöglichte den Aufbau einer verlässlichen Basis für die Kreditwirtschaft bis heute. Jeder P.K.K. wurde von der Bank mittels „Evidenzkarte“ dem KSV1870 gemeldet. Jede Karte war vom Verein zu beziehen und kostete zehn Schilling – und weil nur die kreditgebende Wirtschaft Zugang zu den Informationen haben darf, wurde für telefonische Anfragen beim KSV1870 ein Codewort vereinbart. Es war der Bankname und der jeweilige Wochentag, an dem die Abfrage erfolgte. Als Gegenleistung erfuhren die Kreditinstitute, ob ein Antragsteller Kredite bei anderen Banken aufgenommen hatte. Fünf Jahre später, 1969, sicherte ein Abkommen mit der deutschen, bereits 1927 gegründeten Schufa die gegenseitige Hilfeleistung bei grenzüberschreitenden Abfragen von Schuldnern.

Die Kraft der KonsumentenKreditEvidenz

Am 25. 1. 1965 teilte der Kreditschutzverband von 1870 dem Verband der österreichischen Banken und Bankiers die Einrichtung des „Klein-Kredit-Kataster“ mit. Dort wurden neben den Kleinkrediten bei Banken und Sparkassen auch jene von Teilzahlungsbanken und Ratenforderungen jener „Unternehmungen, die dem persönlichen Gebrauch dienende Waren verkaufen“, erfasst. Er diente dem Schutz der Kreditgeber ebenso wie dem Schutz der Kreditnehmer vor Überschuldung. Damals konnten Erwerbstätige höchstens 15.000, mindestens aber 3.000 Schilling Kredit aufnehmen – zu einem Zinssatz von 0,4 % im Monat und einer zweiprozentigen Bearbeitungsgebühr. In den 1960er- Jahren kosteten schriftliche und telefonische Anfragen sechs und Nachmeldungen (auf Anfrage einer Person) zwei Schilling. Mittlerweile heißt der Kataster KonsumentenKreditEvidenz (KKE). Heute haben mehr als 600 Banken, Leasingunternehmen und kreditgebende Versicherungen einen Zugriff auf diese Datenbank. 2007 kommt es durch die Österreichische Datenschutzbehörde zur Festlegung der konkreten Rahmenbedingungen und Fristen für eine Ein- oder Austragung. Auch für Beatles-Fans in Österreich kam der P.K.K. wie gerufen. Nun war es möglich, sich einen eigenen Plattenspieler auf Kredit anzuschaffen – und endlich die Musik, die man so liebte, den ganzen Tag über auch zu Hause anzuhören. Money can buy you love!

Gründung des Klein-Kredit-Katasters

Aufgrund der Einführung der Privat-Klein-Kredite (P.K.K.) der heimischen Großbanken kommt es zur Gründung des Klein-Kredit-Katasters, der heutigen KonsumKreditEvidenz (KKE) des Kreditschutzverbands von 1870.
Was sonst noch in dieser Zeit geschah:

100 Jahre Kreditschutzverband

Betriebsausflug nach Dürnstein

Die Zukunft ist das Internet

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Die 2018 neu gelaunchte KSV1870 Website ist dank neuester technologischer Lösungen am Puls der Zeit.

Ricardo-José Vybiral

CEO der KSV1870 Holding AG

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Die Zukunft ist das Internet.

Ricardo-José Vybiral

CEO der KSV1870 Holding AG
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Es war sicher eine der verwegensten Aussagen, die je ein Mann von sich gab, der von Investoren Geld für seine Geschäftsidee haben wollte. Jeff Bezos, der sein Unternehmen Amazon in einer Garage gegründet hatte, sagte 1997 zu einem Auditorium aus Investoren: „Ich verspreche Ihnen, unglaublich viel Geld zu verbrennen und unglaublich viele Fehler zu machen, um alles im Internet zu verkaufen, was die Kunden wünschen.“ Was wie die Verhöhnung seines Publikums klang, sollte bald zu einer erstaunlichen Entwicklung führen. Etwas mehr als zwanzig Jahre nach dieser Ankündigung ist Amazon der größte Internethändler der Welt. Mittlerweile kann man bei Amazon rund um die Uhr online aus rund 488 Millionen Produkten auswählen, kaufen und sich liefern lassen. Der weltweit agierende Handelsriese hat nur in Asien durch Alibaba und andere Onlinehandelsplattformen ernsthafte Konkurrenz. Sein Geschäftsmodell wird immer ausgeklügelter, seine Leistungen werden immer umfangreicher, schneller und besser. Amazon hat die Zeichen der Zeit erkannt und reagiert darauf meist rascher als die Konkurrenz.

Der KSV1870 als Pionier auf der digitalen Überholspur

Kommen neue Technologien auf, profitieren jene am ehesten, die das Potenzial am schnellsten erkennen und ihre Geschäftsmodelle darauf abstimmen können. 1997 war das Internet in Österreich bestenfalls ein interessantes Spielzeug für Nerds. Aber es gab auch Personen, die das enorme Potenzial der neuen Medien erahnten. Beim KSV1870 war dieser Jemand der langjährige Geschäftsführer Klaus Hierzenberger. Nachdem er 1997 mit neuen Informationen von einer Konferenz zurückgekommen war, diskutierte er mit seinen Kollegen die neue Technologie. Die meisten reagierten mit den Fragen: Ist das Internet überhaupt etwas für das Geschäft des KSV1870? Oder: Was ist dieses Internet überhaupt? Und sogar: Wer braucht schon so etwas? Aber Klaus Hierzenberger war überzeugt, dass es etwas für den KSV1870 war. Er forderte – anders als Bezos – keine enormen Summen, die er verbrennen wollte, und konnte sich auch keine Fehler leisten, die den Unternehmenserfolg gefährdet hätten. Aber er setzte sich durch und legte mit dieser Entscheidung den Grundstein dafür, wie man heute weiß, den KSV1870 für das 21. Jahrhundert fit zu machen. Gemeinsam mit der EDVG (Elektronische Datenverarbeitung GmbH) entwickelte der KSV1870 seine Internettauglichkeit. Mit einer Investition von stattlichen 150.000 Schilling ging der Verein mit seinem ersten eigenen Webauftritt online. Die Website war mit Firmensuchfunktion und Buttons, die zu Links mit Produkten und Services führten, seiner Zeit voraus. Natürlich etwas schlicht, wenn man sie mit der heutigen vergleicht, aber immerhin war der KSV1870 damals damit einer der Pioniere im Internet.

Internetanschluss für die Kunden – der KSV1870 brachte ihn persönlich

Bemerkenswert war besonders auch die Einbindung der Kunden durch den KSV1870. Der Mitarbeiter Gerhard Wagner kam mit für damalige Zeiten merkwürdigen Geräten, die er Modem nannte, und stöpselte sie persönlich bei den Mitgliedern an. Bald waren rund 3.000 von ihnen angeschlossen und so direkt mit der KSV1870 Datenbank verbunden, darunter nicht nur Großunternehmen. Das Onlineangebot des KSV1870 stand von Anfang an praktisch allen offen. Für eine Grundgebühr, die man per Kreditkarte bezahlen konnte, war man dabei – auch mit dieser Möglichkeit war der KSV1870 einer der Ersten. Die Preise für Auskünfte über die Website entsprachen damals der Gebühr für Telefonauskünfte.

Die Zukunft des KSV1870: Digitalisierung

Der KSV1870 konzentrierte sich in der Folgezeit darauf, seine Mitglieder strukturiert und direkt anzubinden. Im Jahr 1999 wurde über die Website die Business Search eingeführt. Damit konnte der KSV1870 seine Datenbank nicht mehr nur den Vereinsmitgliedern, sondern allen mit berechtigtem Interesse zur Verfügung stellen. Um den Kunden auch eine internationale Suche so einfach wie möglich zu machen, synchronisierte er auf Initiative der Kreditversicherer gemeinsam mit dem Verein Eurogate die Suchfelder. Es wurde somit eine standardisierte Onlineauskunft entwickelt. 2003 relaunchte der KSV1870 dann seinen Onlineauftritt und erweiterte das Onlineangebot um die Plattform www.myksv.at. Seither setzt er die Digitalisierung seiner Services konsequent fort. Denn die Zukunft des KSV1870 liegt, wie es schon der Visionär Hierzenberger vorausgeahnt hat, in der weiteren Digitalisierung. So werden heute mehr als 84 % des Umsatzes über E-Business-Lösungen generiert. Die erst 2018 neu gelaunchte Website verzeichnet aktuell über eine Million Besucher pro Jahr und ist durch die Einbindung neuester technologischer Lösungen, wie zum Beispiel Push Notifications, immer am Puls der Zeit.

Auf der digitalen Überholspur

Als erste Wirtschaftsauskunftei geht der KSV1870 mit einer eigenen Website 1997 online.
Screenshot der Webseite im Jahr 1999
Rechenanlage in der KSV1870 Zentrale

Messeauftritte des KSV1870

Was sonst noch in dieser Zeit geschah:

Der KSV1870 feiert 125 Jahre

Von der analogen Wirtschafts- datenbank zum automatischen Bonitätsmonitor

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Intro Comic für 2008

Im Wirtschaftsleben setzt sich der durch, der seine eigene Leistungsfähigkeit und die seiner Mitbewerber am besten kennt.

Günther Fasching

Prokurist KSV1870 Information GmbH

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Von der analogen Wirtschaftsdatenbank zum automatischen Bonitätsmonitor.

Günther Fasching

Prokurist KSV1870 Information GmbH
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Im Sommer 2008 wurden in Österreich und in der Schweiz die Fußballeuropameisterschaften ausgetragen. Um in einem internationalen Turnier erfolgreich zu sein, ist es immens wichtig, den jeweiligen Gegner, seine taktischen Möglichkeiten und seine einzelnen Spieler sowie ihre Stärken und Schwächen zu kennen. Moderner Fußball gleicht darin dem Wirtschaftsleben, wo sich in der internationalen Arena auch meist der durchsetzt, der über seine eigene Leistungsfähigkeit, die besten Informationen seines Marktes, seines Umfelds und eben auch seiner Mitbewerber verfügt. Im Fall der Euro 2008 war dies das Team von Spanien, das im Endspiel schließlich die Spieler von Deutschland schlug und somit Europameister wurde.

Der Beginn der Informationsermittlung

2008 wurde auch für den KSV1870 zu einem Meilenstein seiner Informationsverarbeitung. Der sogenannte automatische Bonitätsmonitor, der das seit 1996 bestehende Monitorprodukt ABK ablösen sollte, wurde entwickelt und das heute noch gültige Regelwerk schlussendlich 2009 mit einem Systemupdate in der schon seit 1913 bestehenden und in den 80er-Jahren digitalisierten Wirtschaftsdatenbank eingeführt. Schon von Beginn seiner Tätigkeit an war dem Verein die Informationsvermittlung und die Analyse verschiedener Märkte, um seine Mitglieder darüber bestens informieren zu können, ein Anliegen und einer seiner Kernpunkte. Grundsätzlich konnte er sein Wissen um zahlungsunfähige, aber auch zahlungsunwillige Schuldner nutzen, um seine Mitglieder mit für sie wertvollen Auskünften zu versorgen. Verstärkend kam hinzu, dass die Mitglieder selbst einen Informationspool bildeten, der vom KSV1870 organisiert und für Kundeninformationen eingesetzt werden konnte. Dazu gehörte ein umfassender Recherchestab, der laufend, u. a. unter den Mitgliedern, Umfragen nach offenen Salden und ihren Erfahrungen mit der Zahlungsmoral abhielt, um das Ergebnis dann Interessenten zu vermitteln. Recherchiert wurde auch in den Telefonbüchern von Herold und der Österreichischen Post, im sogenannten „Finanzkompass“, in Firmenbüchern und Grundbüchern. Auch das Auswerten von Zeitungsmeldungen und Überprüfungen bei finanzierenden Stellen gehörten zu seinen Aufgaben. Außerdem prüften die Rechercheure Firmenadressen, indem sie mit ihrem Dienstausweis vor Ort vorstellig wurden. Die Ergebnisse hielten sie auf Diktiergeräten fest, die Redakteurinnen danach auf Papier brachten. Gesammelt in einem physischen „Zentralarchiv“ mit gelbem Einband, fand man dort alle Änderungen, etwa die neue Geschäftsführung eines Unternehmens, sowie den Hinweis darauf, aus welcher Quelle die Auskunft stammte. Dies und eine Reihe weiterer Maßnahmen machten den KSV1870 schließlich zur größten Datenbank mit Bonitätsdaten über Unternehmen in Österreich. 1988 wurde mit der Digitalisierung dieser Daten begonnen.

Die Wirtschaftsdatenbank Österreichs im Internet

Mit der Einführung des Internets und dem Digitalisieren der vorhandenen Daten hatte der ehemalige Geschäftsführer Klaus Hierzenberger die Voraussetzungen für eine gedeihliche Entwicklung des KSV1870 im 21. Jahrhundert gelegt. 1990 erklärte er dazu: Allen Interessenten „steht nun das Kreditschutzverband-Onlinesystem im In- und Ausland rund um die Uhr zur Verfügung. Der Kreditschutzverband ist mit diesem Onlineprodukt und den damit angebotenen Wirtschaftsdaten über österreichische Unternehmen derzeit führend im Land.“ In diesem Jahr wurden alle sechs Zweigstellen des Verbands per Standleitung mit der Wiener Zentraldatenbank verbunden. Der KSV1870 war in den 1990er-Jahren zu einem Internetpionier geworden. Er machte eine Reihe an Informationen online zugänglich, darunter das eigens entwickelte KSV1870 Rating, eine entscheidende Innovation für Österreichs Wirtschaft. Aus einer einzigen Kennzahl war ab nun der Bonitätsstatus eines Unternehmens ablesbar, der sich bis heute aus unterschiedlichen Faktoren wie Rechtsform, Zahlweise, Geschäftsgang, Firmenentwicklung und anderen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen berechnet.

Die automatische Bonitätskontrolle Österreichs (ABK) im Internet

Wohin die weitere Entwicklung der Informationsservices des KSV1870 gehen sollte, machte 1996 der für die KSV1870 Informationsdienste verantwortliche Johannes Nejedlik klar: Man werde sich in den folgenden Jahren verstärkt um den weiteren Ausbau des weltweiten Datennetzes kümmern. Die größte Wirtschaftsdatenbank über Unternehmen mit Bonitätsdaten in Österreich sollte noch internationaler werden. Zwar hatte es internationale Auskünfte schon zur Zeit der Karteikärtchen gegeben, aber erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kam es zum Joint Venture mit dem französischen Kreditversicherer Coface, aufgebaut von der damaligen KSV1870 Mitarbeiterin Martina Dobringer. Sie sollte danach Chefin von Coface werden. Mit dem eigenen Umstieg auf digitale Systeme und der Installation eines neuen Betriebssystems 1996 wurde beim KSV1870 der Vorreiter des heutigen Bonitätsmonitors geschaffen, der u. a. Auskünfte direkt ins Kundensystem von großen Auftraggebern einspielte. 2013 erweiterte man seine Online-Inhalte auf Ost-, 2018 auf Westeuropa. Noch heute ist die Möglichkeit, Bonitätsveränderungen automatisch monitoren zu lassen, ein besonders effektives Service des KSV1870.

Bis in die späten 1990er Jahre wurden alle Daten analog festgehalten und organisiert.

Analoge Verarbeitung

Seit der Gründung des KSV1870 gehörte das Auskunftswesen zu seinen wichtigsten Tätigkeiten - seit 1913 sogar in einer eigenen Abteilung organisiert.

Jahrzehntelang wurden in schweren Stahlkästen tausende Karteikärtchen aufbewahrt.
Eine Registerkarte aus dem Jahr 1957.

Digital: KSV1870 Rating

Das KSV1870 Rating verbindet alle Informationen der Wirtschaftsdatenbank und zeigt auf einen Blick die Bonität von Geschäftspartnern.

Der InfoPass für mehr Transparenz beim Vermieten

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Intro Comic für 2017

Der „InfoPass für Mieter“ des KSV1870 sorgt für mehr Transparenz und dient so dem Schutz von Vermietern und Mietern gleichermaßen.

Hannes Frech

CFO der KSV1870 Holding AG

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Der InfoPass für mehr Transparenz beim Vermieten.

Hannes Frech

CFO der KSV1870 Holding AG
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Es war der Alptraum jedes Investors und Vermieters: Der Bau der 110 Meter hohen Elbphilharmonie in Hamburg nach einem Entwurf des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron sollte 2010 abgeschlossen sein und 77 Millionen Euro kosten. Bei der Fertigstellung 2017 war die Summe auf 866 Millionen Euro angewachsen. Beim Anblick des prächtigen Gebäudes, des neuen Wahrzeichens der Hansestadt, vor allem aber auch dank der Akustik seiner Konzertsäle kann man heute wohl sagen, dass sich jeder Euro gelohnt hat. Dennoch ist die Elbphilharmonie auch ein Symbol für die vertrackte Immobiliensituation in Hamburg. Die deutsche Stadt mit den meisten Millionären leidet unter enormem Mangel an Wohnraum. Das hatte unter anderem auch zu Spekulationen über Enteignungen von Bauträgern und Genossenschaften geführt. Dabei wäre der rasche Bau neuer Wohnungen die wichtigste Maßnahme. Deutschland und auch Österreich zeichnen sich durch eine enorm niedrige Eigentumsquote aus. Hierzulande liegen wir laut dem deutschen Statistikportal „Statista“ mit einer Eigentumsquote von 55 % unter 27 europäischen Ländern auf dem drittletzten Platz – nur Deutschland und die Schweiz haben noch weniger Eigentum im Wohnraum. Das Mieten und Vermieten ist nicht zuletzt deshalb ein wichtiges Thema.

Mehr Vertrauen zwischen Mieter und Vermieter

In Österreich wurde im selben Jahr, in der die Elbharmonie eröffnet wurde, ein neues Instrument zur besseren Koordinierung von Immobilienvermietungen geschaffen: Der KSV1870 brachte ein eigenes B2C-Produkt, den sogenannten „InfoPass für Mieter“, der dem Schutz von Vermietern und Mietern dient, auf den Markt. Ziel dieses Onlineproduktes ist es, für beide Seiten mehr Transparenz und damit mehr Sicherheit zu schaffen. Heute ist es für Mieter gerade in Ballungsräumen oft schwer, zu einer leistbaren neuen Wohnung zu kommen. Schon bei der Besichtigung kann es zu merkwürdigen Vorfällen oder zu einem regelrechten Gedränge um die freie Wohnung kommen. Dem Vermieter fehlt dabei oft eine sichere Entscheidungsgrundlage, nach der er die Wohnungsbewerber einschätzen kann. Hier schafft der KSV1870 InfoPass für Mieter Abhilfe.

Mehr Transparenz durch den InfoPass

Die Idee ist einfach. Um beim Vermieter Vertrauen in die eigene Bonität zu generieren, kann ein potenzieller Mieter auf der Website des KSV1870 den eigenen InfoPass beantragen. Innerhalb von zwei Werktagen steht er per E-Mail zur Verfügung, um ihn dem künftigen Vermieter vorlegen zu können. Der InfoPass für Mieter ist in der Branche anerkannt und sorgt dafür, dass sich der Vermieter bei seiner Entscheidung auf seriöse und objektive Daten verlassen kann. Der InfoPass für Mieter enthält sämtliche Informationen, die für eine Entscheidungsfindung nötig sind. Wer aus eigenen Stücken einen InfoPass vorweist, signalisiert dem Vermieter von Anfang an, dass er um die Wichtigkeit solventer Mieter Bescheid weiß. Der Vermieter gewinnt damit einen guten ersten Eindruck, weil der potenzielle Mieter von sich aus Verantwortungsbewusstsein zeigt.

Onlinetool für selbstbewusste Konsumenten

Mit seinem ersten B2C-Onlineprodukt gibt sich der KSV1870 auch eine neue Ausrichtung:Privatpersonen sollen mehr Transparenz bei ihren eigenen Daten erhalten und erfahren,welche Vorteile sie damit im Alltag erfahren. Der KSV1870 will künftig nicht mehr nur die Bonität einer Person bewerten und das Ergebnis vermitteln. Er will für alle Kunden eine vertrauenswürdige Stelle sein, an die sie sich bei Fragen zu ihren persönlichen Daten wenden können. Der InfoPass für Mieter ist eine Pionierleistung, die klarmachen soll, welchen Vorteil es einem bringt, die eigenen Daten anlassbezogen abzufragen. Das detaillierte Wissen über die eigene Bonität soll helfen, auf Basis von objektiven Kennzahlen einschätzen zu können, ob eine bestimmte Investition zum jeweiligen Moment realisierbar ist, ohne dabei in finanzielle Schieflage zu geraten.

Der InfoPass für Mieter bietet Vermietern mehr Sicherheit.

„Wissen schaffen, Werte sichern“ ist für über 25.000 Mitglieder Realität

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Intro Comic für 2019

Mit dem KSV1870 gibt es auch in Zukunft einen verlässlichen Partner an der Seite der Unternehmen.

Barbara Mayerhofer

Leiterin KSV1870 Marketing

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„Wissen schaffen, Werte sichern“ ist für über 25.000 Mitglieder Realität.

Barbara Mayerhofer

Leiterin KSV1870 Marketing
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Seit einigen Jahren entsteht am Rande Wiens ein neuer Stadtteil, „Aspern Seestadt“ genannt, für rund 20.000 Menschen. Die Stadt der Zukunft liegt rund um einen künstlichen See: mit großen Gemeinschaftsgärten, einem Straßensystem, das auf die kommende modale Mobilität ausgelegt ist, einem der gegenwärtig höchsten Holzhäuser der Welt (84 Meter) und einem Start-up, das Datenbrillen erzeugt, die das Smartphone ablösen sollen. Nur ein Beispiel dafür, dass neben der analogen eine virtuelle Wirklichkeit entsteht, die beinahe alle Lebensbedürfnisse befriedigen kann. Schon Kinder nutzen das mobile Internet nicht mehr nur für Unterhaltung und Spiele, sie machen online auch Geschäfte. Wer in der virtuellen Welt, die längst begonnen hat, wirtschaftlich erfolgreich sein möchte, kann sich diesen Technologien nicht entziehen.

Der KSV1870 als erfolgreicher Pionier

Nicht dass der KSV1870 je die Absicht gehabt hätte, sich der technologischen Entwicklung zu entziehen. Im Gegenteil, er war auf seinem Gebiet stets Pionier. Auch im Internet hat er sich in Österreich als Vorreiter etabliert und viele andere, in erster Linie seine Mitglieder, bei der technologischen Entwicklung mitgezogen. Das belegen Beispiele, die auf den vorigen Seiten präsentiert werden. Der KSV1870 ist ein Verein mit freiwilliger Mitgliedschaft. Sein Erfolg, nämlich ein Mitgliederrekord im Jahr 2019 von 25.000 Mitgliedern, basiert in erster Linie auf seinem einzigartigen Angebot. Sein technologisches Know-how in der Vermittlung von wirtschaftsrelevanten Daten an seine Kunden wird mit der Onlineentwicklung immer wichtiger. Dieses Service erweist sich schon deshalb als exzeptionell, da es keine andere Wirtschaftsplattform mit einer derart hohen freiwilligen Mitgliederzahl gibt.

Der KSV1870 als Partner in der Wirtschaft

In seinen Anfängen und seiner Unternehmensgeschichte bis in die Gegenwart bot der KSV1870 vor allem heimischen Unternehmen eine wesentliche Unterstützung. Seine Zukunft liegt nun aber auch in wichtigen Angeboten für Klein- und Mittelbetriebe, Einzelunternehmer und Privatpersonen. So können sich diese etwa mit Services wie dem „InfoPass für Mieter“ online versorgen. Services für junge Menschen bilden einen Zukunftsmarkt, den der KSV1870 unter anderem erschließen möchte. Dabei stehen wie schon in der Vergangenheit seine Mitglieder an oberster Stelle. Man kann es auf die Formel bringen: Die Mitglieder sind das Wichtigste. Sie sind der Grundstein des KSV1870 – ohne Mitglieder gibt es ihn nicht. Er operiert daher nicht gewinn-, sondern mitgliederorientiert. Das heißt für die Zukunft auch: Den gewaltigen Erfahrungsschatz im Umgang mit sensiblen Daten an jene weiterzugeben, die künftig das Wirtschaftsleben mitbestimmen werden. Es sind junge Menschen mit Ideen oder Start-ups, die ihr Geld aus bislang unbekannten Wirtschaftsformen generieren. Der KSV1870 schützt sie und alle anderen durch unternehmerische Informationen, durch Risikomanagement, Bonitätsauskünfte und Monitoring. Er unterstützt sie auch bei Insolvenzen sowie durch seine Inkasso-Services.

Das bietet der KSV1870 seinen Mitgliedern

Der KSV1870 unterstützt seine Kunden durch das Know-how seiner Experten. Als Partner steht er mit Rat und Tat zur Seite. Er vermittelt juristisches und unternehmerisches Wissen und betreut Webinare zur eigenen Bonität, Debitorenmanagement u. v. m. Mit seiner Expertise macht er seine Mitgliederunternehmen fitter, bietet ihnen Sicherheit im Fall der Fälle und setzt sich für sie ein. Die Mitglieder verleihen dem Verband ein Gewicht und machen ihn so zu ihrer starken Stimme in Wirtschaft und Politik. Durch die stetig steigende hohe Anzahl an Mitgliedern steigert der KSV1870 zugleich seine gesellschaftliche Bedeutung. Das hat für die Mitglieder unmittelbar Vorteile: Der Verband kann sich gewichtig für den Gläubigerschutz einsetzen, seine Agenda bei den Verantwortlichen schneller durchsetzen und bei der Rechtsentwicklung die Anliegen der Wirtschaftstreibenden deutlich einfordern. Diese Leistungen des KSV1870 können gerade für Klein- und mittelständische Unternehmen, besonders aber Start-ups und Unternehmensgründer existenzentscheidend sein. Mit dem KSV1870 gibt es auch in Zukunft einen verlässlichen Partner an der Seite.

25.000

Der KSV1870 begrüßte Ende 2019 das 25.000ste Mitglied, wenig später folgte das 26.000ste. Der Kreditschutzverband verzeichnet damit das schnellste Wachstum in seiner Geschichte.

Beitrittserklärungen namhafter Unternehmen aus vielen Jahrzehnten.

Mehr Sicherheit im Geschäftsleben.

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Impressum

Kreditschutzverband von 1870

Wagenseilgasse 7
1120 Wien, Österreich

T: 050 1870-1000
F: 050 1870-99 1000
E-Mail: ksv@ksv.at
Internet: www.ksv.at

Verein zu ZVR-Zahl: 175263718
UID-Nummer: ATU64034878

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Medieninhaber, Herausgeber: KSV1870 Holding AG, 1120 Wien, Wagenseilgasse 7
Beteiligungen: Alleingesellschafter der KSV1870 Forderungsmanagement GmbH und der KSV1870 Information GmbH
Vorstand: Mag. Ricardo-José Vybiral, MBA, Mag. Hannes Frech
Aufsichtsrat: Mag. Dr. Roland Wernik, MBA, Mag. Dr. Reinhold Süßenbacher, Dr. Josef Mayböck, Ing. Mag. Wolfgang Wahlmüller, Silvia Hampel, Doris Uibeleis
Alleingesellschafter: Kreditschutzverband von 1870
Unternehmensgegenstand der KSV1870 Gruppe: Serviceleistungen zum Schutz der Vermögenswerte und Interessen von Gläubigern.

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